Die schönste Himmelsmalerei ist nicht der vom Horizont verschlungene rote Punkt; es ist das melancholische hellblau in der Ecke meines Sichtfeldes, dass sich mit dem hoffnungsvollen Hellgelb vermischt. Und die Hügel, Gräser, die schönen Fichten und die harten Eichen in der Ferne mausern nächtlich grau. Das traurige Blau erblasst und will sterben, das warme Gelb fängt es immerfort auf mit dem Zeigefinger, keine Last sei zu groß für die Hoffnung. Vielleicht sterbe ich früh, vielleicht werde ich alt und weiß Gott, vielleicht sterbe ich durch meine eigene Hand oder werde von einem Bus überfahren, weil ich einer armen Ente über die Straße helfen wollte. Was bleibt ist diese ewige Bewunderung für das Hellblau, das, ehe es sterben möchte, jeden Abend das Überleben noch einmal versucht. Die Bewunderung bleibt immer bestehen und so flüstern mir beim Vorbeigehen die Bäume zu: sieh hin, sie hoch, staune, und lerne, was der Himmel kann, das kannst du doch wenigstens versuchen, bewundere, was wir seit Jahrhunderten bewundern, gefällt es dir?
Blau
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