Blaue Stunde, 19:00 Uhr, Ende März. Der Mond 3/5 leer. Die Vögel schilpen sich lauthals gegenseitig zu. Manche tanzen gemeinsam in der Luft und schwingen ihre Runden, immer mehr gesellen sich dazu. Sie suchen einen Schlafplatz. Sie sind gesund, ihre Brüste und Schläge verraten es. Ich frage mich, ob ich in der blauen Abenddämmerung das Gras noch grün sehe oder die Erinnerung das Grün rendert. Sehe ich gegenwärtig oder mit den Augen der Vergangenheit? Was ich nicht sehe ist jedenfalls eine Zukunft, und mich bekommt ein beklemmendes Gefühl, das die Abendruhe erwürgt.