U2

by s

Ich sehe ihm entgegen 

Mal langsam, mal schnell

Mischt er sich unter den Pulk 

Ich kann ihn nicht ausmachen

Aber, so neugierig. 

Ich sehe ihm entgegen - kommen

laute Schritte, leises Lachen

Es hängt davon ab, wie müde man ist 

Und ob das Augenlicht sich in der Trockenheit verliert

Nimm die U2 - und du fühlst dich garantiert verloren.

Inmitten von Gesichtern, so flüchtig wie ihre Sorgen, nachdem sie einsteigen

So dumpf wie die Durchsagen. 

„Bitte von den Türen fern halten“, heißt es 

Doch dein Instinkt greift zu

Abgeschottet von oben 

Verborgen im Unten, schmutzige Leere Ledersitze, gerissen 

Unten sind wir alle gleich 

Man wünscht, nie wieder hochzukommen 

Weil oben der Wind so stark weht

Und unten ist es so warm 

Ich sehe ihm entgegen - treten 

Ein Rauschen - man vernimmt klar im Nachhall

Dabei bin ich doch gerade so beschäftigt

So frage ich: Ich flehe, geht‘s erst in zwei, drei Stationen?

Ich steige dann ganz sicher aus, versprochen. 

Es ist sowieso zu stickig hier 

Und oben kann mich der Wind wegtragen